Geschichte

Nachdem Raitenbucher Jugendliche in Kaldorf, Oberhochstatt und Nennslingen Fußball spielen, stellt Pfarrer Dr. Bernhard Heuberger auf Wunsch der betroffenen Sportler und der Jugendlichen Ende 1965 den Kontakt zum DJK Diözesanverband Eichstätt her. Am 27.02.1966 traten in der Gründungsversammlung im Gasthaus Krone sofort 45 Männer der neugegründeten DJK Raitenbuch/Reuth am Wald bei. In den folgenden Tagen und Wochen kamen weitere 35 hinzu.

In der Folgezeit durchlebte der Verein alle Höhen und Tiefen. Vordringlichste Aufgabe war 1967/68 der Bau eines Holz-Umkleidehäuschens am Sportplatz, das 1970 für die Heim- und Gastmannschaften abgetrennt wurde. Für die Körperpflege nach dem Spiel werden vor dem Vereinslokal Dengler Sommer wie Winter Kübel und Bottiche mit Wasser aufgestellt. Nach jahrelanger Diskussion begann man am Ende der Saison 1974/75 mit dem Bau des neuen Sportplatzes am Limes, der dann am 04.06.1978 eingeweiht wurde. Die Gemeinde stellt dem Verein für eine symbolische jährliche Pacht von 1 Mark das 15000 qm große Grundstück zur Verfügung. Noch 1977 verlegte der Verein in einer gewaltigen Gemeinschaftsaktion das Wasser vom Ortsrand zum 1 km entfernten Sportplatz. 1981 gelingt es, von einem direkt angrenzenden Landwirt ein 5730 qm großes Grundstück zu pachten und zu einem Ausweichplatz umzubauen. Schon 1983 konnte der Platz mit einem Kantersieg gegen die DJK Laibstadt eingeweiht werden.

Schon während des Sportplatzbaues wurde mit dem Bau eines Sportheimes begonnen. Schon 1981 waren zumindest die Duschen und Umkleidemöglichkeiten fertiggestellt. Trotzdem dauert es noch 3 Jahre bis das Sportheim feierlich eingeweiht werden konnte. 1986 mußte der Bau um einen Geräteraum erweitert werden. Ständige Probleme mit dem Stromaggregat veranlassen den Verein im Jahr 1988, spontan auch die Stromleitung in Eigenleistung auf den Sportplatz zu legen. 1991 leisten wir uns einen Telefonanschluß.

Die gewaltigen Investitonen waren nur durch die uneigennützige Mithilfe vieler Vereinsangehörigen, den Zuschüssen der öffentlichen Hand, voll allem aber durch die finanzielle Hilfe der Diözese Eichstätt möglich.

Ursprunglich als reiner Fußballverein gegründet, wird das Sportangebot auch noch heute von den Fußballern geprägt. Das erste Fußballspiel gewann der Verein am 20.03.1966 in Preith mit 4:0. Die ersten großen Erfolge kamen aber nicht von den Senioren, sondern von der Jugend, die schon 1972 die Kreisklasse und 1975 die Kreiliga erreichten. Die Senioren mühten sich 18 Jahre im Fußballunterhaus, ehe 1984 der Aufstieg in die B-Klasse und 1988 in die A-Klasse gelang. 1989 klopfte man sogar an die Tür zur Bezirksliga. Derzeit backt die Mannschaft wieder kleinere Brötchen.

Ein Aushängeschild ist für den Verein von Anfang an die Jugendarbeit. Eine hervorragende Betreuung durch fachkundige und absolut ehrenamtliche Betreuer führen seit jeher zu einer wahren Fußballbegeisterung und bringen dann zwangsläufig auch sportliche Erfolge (zahlreiche Meisterschaften und Pokalsiege). Derzeit wird den Jugendlichen (teilweise in einer Spielgemeinschaft dem SV Burgsalach) in allen Spielklassen ein altersgerechter Sport ermöglicht.

1991 spielte mit Daniela Stark erstmals ein Mädchen bei uns Fußball, dem in der Folgezeit Johanna Nieberler und einige andere folgten. Seit 1996 sind rund 20 Mädchen aus der Ski und Wanderabteilung mindestens einmal wöchentlich auf dem Sportplatz beim Fußballtraining anzutreffen.

1981 entstand auf Initiative von Willi Meyer, der übrigens 25 Jahre ununterbrochen an führender Stelle im Verein tätig war, eine Ski und Wanderabteilung. Diese Sparte führt aufgrund des interessanten Sport- und Freizeitangebotes vor allem viele Jugendliche zu unserem Verein. In den letzten Jahren konnten vor allem im Wintersport große Erfolge verzeichnet werden.

Seit 1986 bieten wir auch für unsere Damen die Möglichkeit zum Sport. Für die älteren Damen, für das Mittelalter und in jüngster Zeit auch für die Teens finden regelmäßige Turnabende statt. Lange Jahre war auch eine Mutter- und Kindsparte aktiv.

Seit 1990 stehen für die Tennisfreunde zwei Sandplätze zur Verfügung. Gemeinsam mit der DJK Kaldorf nehmen die Männer bei uns und die Damen in Kaldorf am Spielbetrieb teil.

Nachdem 18 Jahre lang im Dorf kein Theater mehr aufgeführt wurde, haben wir im Jahr 1996 diese Tradtion mit großem Erfolg wieder neu belebt. 2006 ist als neueste Sparte Taekwondo hinzugekommen.