Neue Ligen haben jetzt Ziffern statt Namen

Die nächste Reform: Kreisliga Jura heißt jetzt „Kreisliga 1“, die Kreisklasse Jura Mitte wird zur „Kreisklasse 3“

ROTH - Wenige Wochen vor Start der neuen Spielzeit 2011/2012 am Freitag, 1. Juli, und rechtzeitig vor den Spielleitertagungen in der kommenden Woche, haben Kreisspielleiter Anton Pfahler und seine Gruppenspielleiter die Klasseneinteilung für die zwei Kreisligen und die fünf Kreisklassen im Fußballkreis Neumarkt/Jura veröffentlicht. Dabei gab es im Vergleich zur Vorsaison durchaus wieder einige „Wechsler“.

Der 1.FC Schwand zum Beispiel spielt nach einem Jahr in der vormaligen Kreisliga Jura (jetzt Kreisliga Neumarkt/Jura 1) wieder in der bei der Premiere vor zwei Jahren noch ungeliebten vormaligen Kreisliga Neumarkt (jetzt Kreisliga Neumarkt/Jura 2). Diesmal wechseln die Schwander jedoch freiwillig. Der neue Trainer Markus Mühling kennt die Kreisliga 2 recht gut und rechnet sich hier offenbar einiges aus.

Noch am nähesten dran
Allerdings sprach auch aus geografischen Gründen einiges für einen Wechsel. Im Altkreis Jura sind die Schwander der Verein, der am östlichsten liegt. Deshalb sind für ihn die „Ausflüge“ in die Oberpfalz und nach Oberbayern am ehesten zumutbar. Dafür kann der TSV Heideck, der ebenfalls ab und zu zwischen den Altkreisen Jura und Neumarkt hin- und herspringen musste, in der Kreisliga 1 bleiben.

An Ziffern (statt bisher geografischen Bezeichnungen) muss man sich nicht nur in den beiden Kreisligen, die nach einem Ausnahmejahr wieder mit der Sollstärke von 16 Teams in die Runde starten, gewöhnen. Auch in den Kreisklassen gehören Bezeichnungen wie „Jura Nord“ oder „Neumarkt Süd“ der Vergangenheit an. Auch sie werden jetzt von 1 bis 5 durchnummeriert, wobei der frühere Jura-Norden die Nummer „1“, die frühere KK Neumarkt Nord die Nummer „2“, die frühere KK Jura Mitte die Nummer „3“, die frühere KK Neumarkt Süd die Nummer „4“ und die frühere KK Jura Süd die Nummer „5“ erhält.

Die Nummern sind eine Vorgabe des Bayerischen Fußballverbandes (BFV), die bei den heimischen Funktionären und auch bei vielen Vereinsvertretern auf wenig Gegenliebe stößt. „Unter einer Kreisklasse Jura Nord konnte man sich etwas vorstellen, unter einer Kreisklasse N/J 1 leider nicht“, so Kreisspielleiter Anton Pfahler. Er hat aber keine Möglichkeit, die Vorgaben des Verbandes zu umgehen.

Auffallend in den Kreisklassen ist, dass die DJK Abenberg nach ihrem Abstecher in die Kreisklasse Jura Mitte (jetzt: „3“) wieder zurückkehrt in den Jura-Norden (jetzt: „1“) und dort Derbys am laufenden Band bestreiten darf. Schwabach ist dort mit vier Teams vertreten (Penzendorf, Unterreichenbach, Wolkersdorf, Aufsteiger TV 48 Schwabach), Roth mit drei (SpVgg Roth II, Rothaurach, Absteiger Eckersmühlen), Wendelstein mit zwei (Röthenbach und Absteiger TSV Wendelstein). Auch Mannschaften wie Kammerstein, Leerstetten, Rednitzhembach und Aufsteiger Katzwang II liegen ja um die Ecke.

Derbyzeit in der „3“

Ein bisschen ärgerlich ist es höchstens für den TSV Rittersbach, dass der große Bruder TSV Georgensgmünd weiterhin in der früheren Jura-Mitte (jetzt: „3“) aktiv ist. Dort ist die Derby-Dichte aber dank Mannschaften wie Wassermungenau und Wernfels sowie Kreisliga-Absteiger TSV Spalt inzwischen auch recht ordentlich. Auch der zuletzt im Neumarkter Raum spielende TSV Röttenbach wechselt wieder in diese Klasse. Dafür kehrt die zuletzt in den Jura-Norden verfrachtete DJK Allersberg wieder in den Neumarkter Bereich zurück. Wichtig und gut für den Spielplan: Alle fünf Kreisklassen gehen mit der Sollstärke von 15 Mannschaften an den Start.

Während die Klasseneinteilung für die Kreisligen laut Anton Pfahler zu 100 Prozent steht und auch für die fünf Kreisklassen so gut wie festgezurrt ist, tüfteln die Funktionäre noch bei den unteren Ligen. Nach derzeitigem Stand dürfte es fünf A-Klassen und bis zu zehn B-Klassen geben. Offen ist, ob es überhaupt noch einen reinen, nicht aufstiegsberechtigten Reservenspielbetrieb gibt.

Entnommen von: www.nordbayern.de