Raitenbucher Fußballtalent beim 1. FC Nürnberg
Niederlage im Spiel der Bayerischen Meisterschaft gegen die SpVgg Unterhaching


Raitenbuch, 08.06.2011 (dno) Im Spiel um die Bayerische Meisterschaft der U17-Junioren ist Lucas Schraufstetter (Foto) mit einem blauen Auge davon gekommen. Allerdings nicht sprichwörtlich, sondern im wahrsten Sinne des Wortes. Der Raitenbucher Fußballer im Trikot des 1. FC Nürnberg musste bei der 0:2-Niederlage gegen die SpVgg Unterhaching verletzungsbedingt ausgewechselt werden: Mit einem blauen Auge.

Sein Team lag nach Gegentreffern des quirligen Sorosk Hamid (12.) und Janik Haberer (14.) bereits früh hinten, ehe der 1,87 Meter große Innenverteidiger in der Halbzeit eingewechselt wurde. Bei einer Standardsituation ging der kopfballstarke Spieler mit nach vorne und rauschte mit dem Hachinger Keeper so unglücklich zusammen, dass er nach kurzer Einsatzzeit mit einem Veilchen gleich wieder vom Platz genommen werden musste.

Von der Auswechselbank musste er dann tatenlos mit ansehen, wie unter anderem Pascal Köpke, Sohn des ebenfalls anwesenden Bundestorwarttrainers Andi Köpke, in der Schlussphase zwei sehr gute Möglichkeiten zum Anschlusstreffer vergab. Der Traum vom Titel des Bayerischen Meisters war also erneut geplatzt. So wie im Vorjahr, als der Club-Nachwuchs dem FC Augsburg im Elfmeterschießen unterlag. Seinerzeit hatte Schraufstetter einen von zwei Elfmetern verschossen.


Bereits im Alter von drei Jahren wurde für den fußballbegeisterten Knirps für die DJK Raitenbuch ein Spielerpass beantragt. Dort spielte er dann bis zu den E-Junioren, ehe er nach einem weiteren Jahr beim TSV 1860 Weißenburg im Sommer 2008 in die Nachwuchsabteilung des 1. FC Nürnberg wechselte. Seitdem pendelt er viermal in der Woche zum Training an den Valznerweiher, am Wochenende zum Spiel oder aber auch zu einem nationalen oder internationalen Turnier. Dort messen sich die Club-Spieler dann mit dem gleichaltrigen Nachwuchs der Top-Vereine. Wer später einmal Bundesliga-Profi werden will, muss also viel Zeit investieren. „Freitags fahre ich immer mit dem Zug, ansonsten chauffieren mich meine Eltern“, erzählt Schraufstetter.

Dem Realschüler, der in wenigen Tagen seine Abschlussprüfungen schreibt, ist ein Spiel mit der Bayernauswahl gegen die kroatische Nationalmannschaft besonders in Erinnerung geblieben. Im Rahmen eines einwöchigen Lehrgangs wurden die Kroaten mit 2:1 besiegt. Doch auf diesen und anderen Lorbeeren kann er sich nicht ausruhen. „Der Konkurrenzkampf ist immer da“, sagt der Vollblut-Fußballer, der in der nächsten Saison für den Club in der U17-Bundesliga spielen wird. Zu seinen Stärken gehören laut dem Halbjahresprotokoll – das sein Trainer Michael Bischoff ausgestellt hat – das Zweikampfverhalten und das Kopfballspiel. Dagegen ist die Technik noch verbesserungsbedürftig.



Pure Enttäuschung. Schraufstetter (2. v. r.) und seine Mannschaftskollegen bei der Siegerehrung.


In dieser Szene prallte Schraufstetter (Nr.12) mit dem Keeper zusammen und musste ausgewechelt werden.

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