Weißenburger Tagblatt vom Mittwoch, 23. November 2011


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Ein Besucher hat uns darauf hingewiesen, das das nicht die einzige Spielabsage in Mittelfranken war:
Die Sintflut in Schlüsselfeld
Die Glosse der Nordbayerischen Nachrichten vom 22.11.2011

HERZOGENAURACH/HÖCHSTADT  - Wir haben es alle gelesen: Unserem Planeten drohen immer mehr extreme Wetterereignisse. Das meldet der Weltklimarat (wie immer natürlich unter gewissen Vorbehalten). Immer mehr Tsunamis, Erdbeben, Dürrekatastrophen, Vulkanausbrüche – es droht ein bitteres Jahrhundert.

Das erste Menetekel dieser bösen Zeit war nun in Schlüsselfeld zu beobachten: Denn während alle Messstationen rund um die Steigerwaldstadt den Status „extrem trocken“ oder zumindest „sehr trocken“ anzeigen, muss sich dort vor allem rund um den Fußballplatz des TSV eine Sintflut von biblischem Ausmaß ereignet haben.

Vorstand und Kicker haben sich aber offenbar noch rechtzeitig in einer Arche Noah in Sicherheit gebracht. Nicht mit einer Botschaft per Taube, aber per SMS an den Verband wurde die Partie am Sonntag gegen Aschbach abgesagt – wegen Überschwemmung des Platzes.

Nicht jeder erfuhr das rechtzeitig, denn es ist wahrlich nicht die Wetterlage, bei der eine Absage sozusagen „in der Luft“ liegt. Doch die Spötter, die zum Spielbeginn vor Ort waren und einen ganz normal trockenen Rasen vorfanden, haben eben keine Ahnung von den neuen lokalen extremen Wetterereignissen. In Schlüsselfeld gab es nämlich gleich zwei innerhalb kürzester Zeit: am Vormittag einen unglaublichen Starkregen, und am Nachmittag einen Mega-Wüstenscirocco, der diese Sintflut biblischen Ausmaßes binnen Minuten verdunsten ließ.

Dass der TSV das Ganze nur vorgeschoben hat, um eine wegen Personalnotstands drohende Klatsche im Derby zu verhindern, behaupten nur notorische Skeptiker. Die werden es auch nicht glauben, wenn die Aschbacher das Rückspiel wegen eines Tsunamis absagen.