Die DJK Preith sagt Servus: "Vergesst uns nicht"

Servus Fußballfreunde,

die Herren-Fußballabteilung der DJK Preith verabschiedet sich mit der Saison 2010/11 vom Fußballkreis Jura/Neumarkt und wünscht allen Mannschaften für die Zukunft weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

"Wir haben durch unsere Fusion mit der DJK Eichstätt (siehe unten stehende Berichte) verhindert, dass ein in Eigenleistung erbautes Sportgelände mit Haupt- und Trainingsfußballplatz samt Flutlichtanlage, renovierte Umkleidekabinen mit neuem Sanitärtrakt und Vereinssportheim ungenutzt zur Ruine wird." Durch den Zusammenschluss ist der Spielbetrieb in Preith weiterhin gewährleistet, da alle Heimspiele der neuen Mannschaften (1. und 2. Mannschaft) DJK Eichstätt/Preith auf dem Sportplatz in Preith stattfinden, allerdings im Fußballkreis Donau/Isar (Oberbayern).

Vergesst uns nicht, denn die DJK Preith hat sich im Fußballkreis Jura immer wohlgefühlt, hat dort schöne Zeiten erleben dürfen und hat jetzt halt die Härte der neuen Fußballgeneration (immer mehr Jugendliche haben andere Interessen und auch mehr Freizeitangebote und Fußball ist nicht mehr alles - wie damals bei uns) zu spüren bekommen.

Auf ein Wiedersehen!

Grüße
DJK Preith e.V. (gegr. 1965)
i.A. Alfred Nerb, Preither Trainer 2009/10
 
Zu wenig Spieler für eine Fußballmannschaft
entnommen aus dem Eichstätter Kurier vom 12.06.10 von Alfred Nerb

Preith (ner) Vor vier Jahren war die Welt noch in Ordnung. Unter dem Trainer Özkan Avsar spielte die DJK Preith um den Aufstieg in die Kreisklasse. Wer hätte damals schon daran gedacht, dass der Fußball in Preith dem Ende entgegen gehen würde?


Ein letztes Erinnerungsfoto: Vor dem Abschied aus dem Fußballkreis Neumarkt/Jura stellen sich die Spieler und Funktionäre noch einmal als Fußballer der DJK Preith zum Gruppenfoto auf. Foto: Nerb

In der Saison 2009/10 – ausgerechnet nach dem Umbau und der Sanierung des Sportheims am Zachenweg – steht fest, ohne eine Fusion gibt es in Preith keinen Seniorenfussball mehr zu sehen. Für die kommende Saison würden lediglich sieben oder acht Spieler zur Verfügung stehen. Zu wenig für eine Fußballmannschaft.

Im Februar haben die Verantwortlichen deshalb die Weichen für einen Neuanfang gestellt. Es wurden erste Gespräche über einen Zusammenschluss mit der DJK Eichstätt geführt – mit erfreulichem Ausgang. In Preith wird auch in der kommenden Saison Fußball gespielt. Zugleich haben aber auch die Eichstätter ein lästiges Problem vorübergehend aus der Welt geschafft. Sie bekommen von den Preithern das Sportgelände mit Haupt- und Trainingsplatz zur Verfügung gestellt. Wie bereits berichtet werden ab August zwei Mannschaften auf Probe unter dem Namen DJK Eichstätt im Kreis Donau/Isar auf Punktejagd gehen. Im Winter 2010/11 soll über eine amtliche Fusion beraten werden. Die Fußballabteilung wird ausgegliedert, der Hauptverein mit seinen verschiedenen Sparten bleibt bestehen.

Für den im Jahr 1965 gegründeten Verein bricht damit eine neue Zeitrechnung an. Bis dahin hatte sich der Verein stetig weiterentwickelt. 1978 wurde mit der Sportheim- und Fußballplatzeinweihung ein Markstein im Vereinsleben gesetzt. Und 1985 feierten die Fußballer unter ihrem damaligen Trainer Rainer Feuerlein erstmals den ersten Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse (damals B-Klasse, heute Kreisklasse). Durch den Neubau von zwei Tennisplätzen und der Sportheimerweiterung im Jahr 2002 stand auf den Anhöhen der Domstadt ein prächtiges Sportgelände. Durch seine Sparten Skifahren und Gardetanz (Preither Garde PGM) ist der Verein mit seinen rund 500 Mitgliedern bis weit über die Landkreisgrenze hinweg bekannt.

Letztlich hat der Vorstand um die beiden Vorsitzenden Franz Frühauf und Wolfgang Schneider als logische Folge auch den Beitritt in die Jugendfördergemeinschaft (JFG) Region Eichstätt beschlossen, die bislang aus dem VfB Eichstätt, der DJK Eichstätt und TürkGücü Eichstätt bestand. Auf diesem Weg soll den Preither Jugendlichen in Zukunft eine hervorragende Fußballausbildung gewährleistet werden.
 
Zukünftig gemeinsam am Ball: DJK Preith und DJK Eichstätt

Spielermangel in Preith lässt den Verantwortlichen keine andere Wahl

28.03.2010, Eichstätt/Preith (dno) – Mit 98 Prozent haben die Vertreter im Fußballkreis Erlangen/Pegnitzgrund am Freitagabend, 26. März auf dem letzten Kreistag im Bezirk Mittelfranken für die B-Klassen-Einführung gestimmt. Bereits wenige Wochen zuvor war der Kreis Nürnberg/Frankenhöhe mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit für diese Reform. Lediglich im hiesigen Kreis Neumarkt/Jura wurde der Vorschlag von den Verantwortlichen mit großer Mehrheit abgelehnt. „Die Einführung der B-Klasse ist der Tod des Reservespielbetriebs", war die Meinung damals, denn "Reserven bringen keine Zuschauer und keine Stimmung." Zudem kämpfen viele Vereine Jahr für Jahr darum, überhaupt eine erste Mannschaft ins Rennen schicken zu können. Eine endgültige Entscheidung über das „Thema Reserven“ fällt auf dem Bezirkstag am Freitag, 7. Mai, in Röthenbach/Pegnitz.

Wie „schlecht“ es um die Vereine im Kreis Neumarkt/Jura wirklich bestellt ist, konnte man in den vergangenen Jahren immer wieder beobachten, als Reserve-Mannschaften mitten in der Saison aufgrund von Spielermangel zurückgezogen wurden. Alleine in der laufenden Saison haben der TSV Pfofeld (A-Klasse Jura 1), die DJK Preith und die DJK Dollnstein (beide A-Klasse Jura 5 Reserve) ihre Mannschaften aus dem Spielbetrieb genommen, etliche X:0-Wertungen kommen noch hinzu. Erst im vergangenen Jahr haben sich die DJK Kaldorf und DJK Titting zur DJK Limes 09 zusammengeschlossen, bereits seit der 2007/08 laufen der TSV Ramsberg und die SpVgg St. Veit in einer Spielgemeinschaft auf. Auch aufgrund des geänderten Freizeitverhaltens und der sich wandelnden Rahmenbedingungen musste beispielsweise schon der BV Bergen in der Saison 2006/07 eine Auszeit nehmen und seine Fußballmannschaft komplett abmelden.

Gemeinsam am Ball: DJK Preith und DJK Eichstätt
Ein ähnliches Schicksal hätte nun auch der DJK Preith ereilen können. Doch die Preither haben in der laufenden Saison die Auflösung der Fußballmannschaft noch einmal abgewendet, aber Konsequenzen für die Saison 2010/11 gezogen. Sie werden in der neuen Punktspielrunde gemeinsam mit der DJK Eichstätt (A-Klasse 2, Donau/Isar) auf Punkte- und Torejagd gehen. Die seit Wochen brodelnde Gerüchteküche um mögliche Fusionspartner beziehungsweise den Fortbestand der Preither Fußballer ist damit zu Ende.

„Es gibt bereits eine Vereinbarung, aber noch keinen Vertrag“, so der Eichstätter Trainer Werner Schaller zu den bisherigen Verhandlungen. Doch das ist nur noch Formsache. „Alleine hätten wir keine Mannschaft mehr zusammengebracht“, war aus den Preither Reihen zu hören, „das war für uns die einzige Möglichkeit, um zu überleben.“ Und auch Alfred Nerb (DJK Preith) betonte: "Uns wären nur noch sieben Spieler zur Verfügung gestanden. Das wäre das Ende gewesen." Die Idee für eine Zusammenarbeit mit der DJK Eichstätt sei "ganz zufällig" zustande gekommen. Vorher wurden auch Gespräche mit der DJK Dollnstein und der DJK Workerszell geführt. Eine zu weite Entfernung (Dollnstein) bzw. die Tatsache, dass beide Vereine über eine eigene Sportanlage verfügen, ließ diese Option im Sand verlaufen. "Das mit der DJK Eichstätt passt jetzt optimal", freut sich Nerb, "wir haben in Preith weiterhin einen Fußballbetrieb und die Eichstätter sparen sich die Platzmiete."

In dem „Probejahr“, wie es Schaller und Nerb bezeichneten, werden zunächst einmal die Preither Spielerpässe auf die DJK Eichstätt umgeschrieben. In einem weiteren Schritt soll es dann zu einer richtigen „Fusion“ – auch im Jugendbereich – kommen. Hier will man sich in ein paar Monaten noch einmal zusammen setzen und weitere Details klären.

Der Kreis Neumarkt/Jura wird zur neuen Saison folglich eine Mannschaft weniger haben, da die DJK Eichstätt weiterhin im Kreis Donau/Isar spielen wird. Die Domstädter, die erst vor zwei Jahren in den benachbarten Fußballkreis gewechselt waren, hätten mit rund 30 Mann auch alleine genügend Spieler für zwei Mannschaften stellen können. Allerdings haben sie sich vor allem wegen des Spielortes auf diese Zusammenarbeit eingelassen. „Unser bisheriges Gelände war ein enormer Kostenfaktor für den Verein“, begründete Schaller diesen Schritt. Zudem finde man in Preith nun ein gepflegtes Areal mit neugebauten Umkleidekabinen und einem sanierten Vereinsheim vor. Zudem wurde erst vor zwei Jahren die Flutlichtanlage erneuert. "Von dieser Zusammenarbeit profitieren beide Vereine", so Nerb.

Spielort wird also künftig das Sportgelände der DJK Preith sein. Als Trainer steht Werner Schaller (1. Mannschaft) zur Verfügung. Die zweite Mannschaft wird von Alfred Nerb, dem aktuellen Coach der Preither, betreut werden.