200 Euro Strafe für die Bier-Attacke

TSV Georgensgmünd muss wegen des Angriffs auf den Schiri zahlen

GEORGENSGSMÜND - Wegen der Bier-Attacke eines Fans auf einen Schiedsrichter muss die Fußballabteilung des TSV Georgensgmünd nun in die Clubkasse greifen. Das Kreissportgericht verurteilte den Verein zu einer Geldstrafe von 200 Euro, der rabiat gewordene TSV-Anhänger wurde vom Verein mit einem Sportplatz-Verbot für die komplette Vorrunde belegt.

Wie berichtet, hatte es nach einem eigentlich fair verlaufenen Testmatch des TSV Georgensgmünd gegen die zweite Mannschaft der TSG 08 Roth ein unschönes Nachspiel gegeben. Weil der Unparteiische einem Gmünder Spieler unmittelbar vor dem Schlusspfiff wegen einer Beleidigung die Rote Karte gezeigt hatte, brannte bei dem treuen TSV-Fan anscheinend eine Sicherung durch. Als der Schiri auf dem Weg zur Kabine war, schüttete ihm der Zuschauer Bier ins Gesicht.

Eine Kurzschluss-Handlung die sich beim TSV Georgensgmünd niemand so recht erklären konnte. Bisher ist der Fan, seit Jahren bei fast jedem Spiel dabei, laut Abteilungsleiter Roland Molter noch nie unangenehm in aufgefallen. Und die Rote Karte sei absolut berechtigt gewesen.

Persönlich entschuldigt
Der 55-jährige Unparteiische erstatte daraufhin Anzeige wegen Körperverletzung und Beleidigung, inzwischen haben sich aber sowohl der Fan als auch TSV-Vorsitzender Volker Straubinger persönlich bei dem Schiedsrichter des SV Leerstetten entschuldigt. Fraglich ist jetzt nur, ob der Attackierte an seiner Anzeige festhält und vielleicht ein Verfahren folgt. Der mit Rot des Feldes verwiesene Kicker darf übrigens inzwischen wieder spielen, seine Sperre lief am 9. August ab.


Roth-Hilpoltsteiner Kurier vom 14.08.2010