0:X-Wertungen gegen DJK Titting: "Knüppelhart bestraft"

Kreisspielleiter zeigt durchaus Verständnis für Fußball-Kreisligisten

entnommen aus: Weißenburger Tagblatt vom Donnerstag, 18. Oktober 2007

WEISSENBURG (um) – Die 0:X-Wertungen gegen die DJK Titting in der Fußball-Kreisliga sorgen weiterhin für Diskussionsstoff und waren auch beim Vereinsabend zur neuen DFB-Offensive im Sportheim des VfL Treuchtlingen in Gstadt ein Thema.

Wie ausführlich berichtet, hatten die Tittinger in den ersten acht Spielen einen Akteur eingesetzt, dessen Pass von der Juniorenfördergemeinschaft (JFG) Anlauter-Jura nach dem Wechsel in den Seniorenbereich nicht auf seinen Stammverein DJK Titting umgeschrieben worden war.

Erst der neunte Schiedsrichter hatte den Formfehler bemerkt und die Angelegenheit an das Kreissportgericht Neumarkt/Jura weitergegeben. Dessen Entscheidung: Alle Spiele, in denen die Tittinger zu Saisonbeginn gepunktet haben, werden mit 0:X für den Gegner gewertet, was natürlich für einige Verschiebungen in der Tabelle gesorgt hat. Vor allem sind die DJKler nunmehr Vorletzter, punktgleich mit Schlusslicht Rothaurach.

Für Kreisspielleiter Anton Pfahler ist das „Urteil unbefriedigend“, weil der Verein wegen einer unerfüllten formellen Voraussetzung „knüppelhart bestraft“ worden sei. Er hat Verständnis für den Tittinger Unmut und dafür, dass die DJK Widerspruch einlegt. Die Tittinger fühlen sich auch deshalb im Recht, weil sie von einem Funktionär eine anderslautende Auskunft erhalten hatten, derzufolge das Umschreiben nicht nötig gewesen sei.

Diese Aussage stellte sich jedoch als falsch heraus, und es bleibt abzuwarten, ob das Urteil in den weiteren Instanzen Bestand hat. Ungeachtet dessen mahnte Kreisspielleiter Pfahler alle Vereine: „Schaut eure Pässe haargenau an und passt auf, dass alle Formalien erfüllt sind.“

Wer ist in der Reserve gesperrt?
Pfahler ging vor den Vereinsvertretern auch auf die immer wieder gestellte Frage nach dem Spielrecht beim Wechsel zwischen erster und zweiter Mannschaft ein. Durch die verstärkte Eingliederung der Reserven wird dieser Punkt mehr und mehr zum Problem. Die Regelung, „die in der Spielordnung ein wenig verzwickt geschrieben ist“ (Pfahler), sieht dabei laut Kreisspielleiter wie folgt aus: Von Mannschaften ab der Bezirksliga aufwärts dürfen Spieler, die in der ersten Hälfte bei der „Ersten“ im Einsatz waren, am gleichen Wochenende sowie im darauffolgenden Spiel nicht in der Reserve eingesetzt werden.

Für erste Mannschaften in der Kreisliga, Kreisklasse und A-Klasse sind die Vorschriften etwas abgeschwächt. Hier dürfen drei Akteure, die in der ersten Hälfte bei der ersten Mannschaft gespielt haben, ohne Einschränkung auch in der zugehörigen aufstiegsberechtigten „Zweiten“ spielen. Sonst gelten die Regeln wie bei den höherklassigen Teams.


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