Urteil wird aus formal-juristischen Gründen aufgehoben

Bezirkssportgericht hebt Sperre gegen Schiri Hermann Reif auf

Quelle: www.bfv.de

Das Bezirkssportgericht (BSG) mit der Besetzung Zimmermann, Visotschnig, Dorsch hat das Urteil gegen Schiedsrichter Hermann Reif am 26.02.2008 aus formal-juristischen Gründen aufgehoben. Das Gremium begründet dies damit, dass die Anzeige von einem Nicht-Vereinsmitglied erstattet wurde. Mit dem Sachverhalt selbst konnte sich das Gericht deshalb nicht mehr befassen.

Das Jugendsportgericht (JSG) hatten den Schiedsrichter Reif (SC Eintraucht Langlau) mit Urteil vom 12.02.2008 mit einer Sperre vom 19.02.2008 bis einschließlich 30.03.2008 belegt. Gegen dieses Urteil richtet sich die eingelegte Berufung des betroffenen SR, mit der Begründung, die im Urteil des JSG angegebenen Unsportlichkeiten nicht begangen zu haben.

Ohne auf den vorhandenen Sachverhalt eingehen zu müssen, war das Urteil des JSG bereits aus formal-juristischen Gründen (§ 35 Abs. 4 RVO, der besagt, dass Anzeigen von Nichtmitgliedern nicht zu behandeln sind) insgesamt aufzuheben. Recherchen des BSG Mittelfranken bei der Mitgliederverwaltung des BLSV in München und beim Stammverein des Sohnes (TSV Röttenbach/Roth Vereinsnummer 6313, Schriftführerin), haben ergeben, dass der Anzeigeerstatter kein Mitglied eines Verbandsvereines im BFV ist. Demgemäß hätte die Anzeige vom 30.12.2007 vom JSG Mittelfranken erst garnicht angenommen und behandelt werden dürfen. Aus vorgenanntem Grund war -
wie geschehen - zu verfahren. Eventuell bereits abgebuchte Kosten und Gebühren, wurde dem Betroffenen erstattet.

 

"Unsportlichkeit": Rote Karte für Re(i)feree

Hermann Reif bekam jetzt sechs Wochen aufgebrummt

Entnommen aus: Weißenburger Tagblatt vom 21.02.2008 von Uwe Mühling

WEISSENBURG (um) Dass Fußball-Spieler nach einer Roten Karten gesperrt werden, kommt regelmäßig vor. Dass aber ein Fußball-Schiedsrichter eine Sperre aufgebrummt bekommt, das hat Seltenheitswert.

Umso bemerkenswerter ist die Strafe, die jetzt Hermann Reif vom SC Langlau erhalten hat. Wegen „unsportlichem Verhalten gegenüber einem Juniorenspieler“ wurde er vom Jugendsportgericht unter Vorsitz von Peter Vasel für rund sechs Wochen (vom 19. Februar bis zum 30. März 2008) für seine Schiedsrichter-Tätigkeit gesperrt. Die Verfahrenskosten in Höhe von 15 Euro muss er selber tragen (unter Vereinshaftung des SC Langlau).

Der Vorfall mit Reif, der in der Schiedsrichtergruppe Jura Süd auch als Jugendeinteiler fungiert, hat sich am 22. Dezember 2007 bei einem Turnier der Hallenkreismeisterschaft der A-Junioren in Ellingen ereignet. In ihrer Begründung zeigen sich die Sportrichter überzeugt, dass die dem Referee zur Last gelegte Unsportlichkeit gegenüber einem Spieler tatsächlich vorgefallen ist. Das habe die mündliche Verhandlung ergeben – obwohl es von Hermann Reif bis zuletzt bestritten wurde.

Die Zeugenaussagen zweier Spieler (in schriftlicher Form) wurden vom Jugendsportgericht als „glaubhaft gewertet“, was im Umkehrschluss heißt, dass sie dem Schiedsrichter keinen Glauben schenken. Dem Referee, über den es in der Vergangenheit immer wieder Beschwerden vonseiten der Vereine an seiner Art der Spielleitung gegeben hat, wird jedoch zugute gehalten, dass in der fraglichen Situation das A-Juniorenspiel von einer großen Hektik geprägt war. Daher sei die ausgesprochene Sperre für Hermann Reif, so das Jugendsportgericht „als ausreichend“ zu betrachten.


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Ein böses Foul - Rote Karte für das Opfer! (November 2001)