Adolf Mürl: Agiler Fußball-Oldie. Mit 70 noch am Ball!
Entnommen: Weißenburger Tagblatt vom 15./16.12.2007


PAPPENHEIM (um) – Adolf Mürl ist ein ganz außergewöhnlicher Fußballer.
Schon seit 53 Jahren kickt er im Trikot der TSG Pappenheim und hat für seinen Verein rund 2500 Spiele (!) bestritten. Mitte der 1960er-Jahre war er bereits „Fußballer des Jahres“ in der Altmühlstadt.

Vor wenigen Tagen nun konnte er seinen 70. Geburtstag feiern. Ein Alter, das ihn nicht davon abhält, weiterhin dem Ball hinterherzujagen. „Der Fußball hält mich jung und gesund“, sagt der Oldie, der noch immer regelmäßig für die „Alten Herren“ der TSG spielt. Bis vor zwei Jahren mischte er sogar noch in der Reservemannschaft mit. Das alles sind Leistungen, die in Mittelfranken und sogar bayernweit absoluten Seltenheitscharakter haben. Schon zu Seelers Zeiten gespielt Adolf Mürl hat schon Fußball gespielt, als die Idole des deutschen Fußballs noch Fritz Walter und Uwe Seeler hießen. Danach kamen viele weitere Generationen, der Profifußball wurde eingeführt, und auch im Amateurbereich hat sich einiges verändert. Auch wenn er manche Entwicklung kritisch sieht, ist Adolf Mürl immer am Ball geblieben und hat auch jetzt noch immer viel Spaß an seinem Lieblingssport – und das ist für ihn das A und O. Der frühere Mitarbeiter der Pappenheimer Stadtwerke hat sich in den vergangenen Jahren auch in der Jugendarbeit engagiert. Für das generationsübergreifende Vereinsleben war dies sehr wichtig. „Gerade die Jugend braucht Vorbilder für Durchhaltevermögen und Disziplin“, sagte der zweite Vorsitzende der TSG, Dittmar Nix. Und Adolf Mürl erfülle genau diese Vorbildfunktion. Klar, dass auch eine Abordnung des Vereins zum Geburtstag gratulierte und dem Jubilar für seine „uneingeschränkte Bereitschaft und Energie, mit der er über fünf Jahrzehnte lang die TSG unterstützt hat“, ausdrücklich dankte. Dittmar Nix: „Für die TSG Pappenheim ist Adolf Mürl unschätzbar wichtig, weil er den Teamgeist positiv mitprägt.“

Mürls beide Söhne sind ebenfalls bei der TSG aktiv, und auch die drei Enkel sind – wie sollte es anders – schon sehr fußballbegeistert. Bei den Heimspielen der TSG kommt es nicht selten vor, dass der Opa mit seinen Enkelkindern in der Pause oder nach dem Abpfiff noch fleißig kickt. Der „Mister Zuverlässig“ der TSG, der bis zum 47. Lebensjahr als Libero in der TSG-Ersten gespielt hatte und seither für „Zweite“ und AH aktiv ist, hat mit dem Wandern und Kegeln noch zwei weitere sportliche Hobbys. Alle zusammen sind nur möglich, weil er in seiner Laufbahn vor schwereren Verletzungen verschont geblieben ist. Die TSG-Verantwortlichen und mit ihm viele Sportkameraden wünschen dem „Siebziger“, dass es auch weiterhin so bleibt.

Untertitel zum Foto:
Vorbildfunktion: Adolf Mürl (re.) von der TSG Pappenheim (im Bild mit Ludwig "Bubi" Bründl von der Traditionself des TSV 1860 München bei einem Spiel im Juni 2002) ist auch jetzt mit 70 Jahren noch in der AH aktiv. (Archivfoto: Mühling)