Mit den Club-Profis im Trainingslager in Marbella

Sebastian Huber: Früherer Fußball-Juniorenspieler des TSV 1860 Weißenburg

Entnommen aus: Weißenburger Tagblatt vom 10.01.2006 von Uwe Mühling

WEISSENBURG (um) – Am vergangenen Samstagabend war er noch unter den Zuschauern der Jura-Zwischenrunde in der Weißenburger Landkreishalle, mittlerweile ist Fußballer Sebastian Huber mit dem 1. FC Nürnberg im spanischen Marbella: Trainingslager mit den Bundesliga-Profis.

Für den 22-jährigen Vertragsamateur des 1. FCN ist die Teilnahme an dieser Rückrunden-Vorbereitung eine gute Chance, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Seit Juli 2005 ist der frühere Juniorenspieler des TSV 1860 Weißenburg beim Club und hat dort hervorragend Fuß gefasst. Sein Trainer Peter Zeidler ist mit den Leistungen des Offensivspielers jedenfalls sehr zufrieden.

„Basti“ Huber, der auch mit etlichen Torerfolgen auf sich aufmerksam gemacht hat und maßgeblichen Anteil an der Bayernliga-Tabellenführung des „kleinen Club“ hat, hofft vor allem, dass er von Verletzungen verschont bleibt. Auf seinen vorherigen Stationen beim SC Feucht und beim SSV Jahn Regensburg (jeweils Regionalliga) war er in Sachen Verletzungen regelrecht vom Pech verfolgt und konnte sich deshalb nicht wie erhofft in Szene setzen.

Beim 1. FC Nürnberg II – dorthin hat ihn Dieter Nüssing gelotst – läuft es für den aus Gundelsheom bei Pfofeld stammenden Huber besser. Bislang blieb er verletzungsfrei und konnte seine Qualitäten voll ausspielen. Das belegt auch die Tatsache, dass er nun als einer von drei Amateuren ins neuntägige Trainingslager in den Süden mit durfte und unter Trainer Hans Meyer Profiluft schnuppern kann. Bei Sonnenschein und angenehmen 17 Grad hat der Club-Tross ein Vier-Sterne Quartier im Bergstädtchen Benahavis bei Marbella bezogen. Neben zahlreichen Trainingseinheiten sind u. a. auch Spiele gegen den FC Brügge und den KSC Lokeren geplant. Ob Huber dabei zumindest zu einem Kurzeinsatz kommt, wird sich zeigen.

Seine vielen Freunde in Weißenburg würden es ihm gönnen. Nach wie vor hält Huber Kontakt zu seinem ehemaligen Verein und zu seinen hiesigen Fußballkumpels. Im C-Junioren-Alter war er vom TSV Pfofeld zum TSV 1860 gewechselt und schaffte Jahr für Jahr einen Aufstieg mit den jeweiligen Jugendmannschaften. Höhepunkt war zweifelsohne die mittelfränkische Meisterschaft bei den A-Junioren und der damit verbundene Aufstieg in die Bayernliga. Auch bei den Senioren hatte Huber noch einige Einsätze für Weißenburg (damals noch in der BOL), ehe er beim SC Feucht sein Fußballglück suchte.

Jetzt also ist er beim 1. FC Nürnberg gelandet und befindet sich auf einem sehr guten Weg. Ob es mit einem Profivertrag klappt, könnten schon die kommenden Monate zeigen. Zuletzt war Huber beim Hallenturnier in Ingolstadt mit dabei, wo die Club-Profis allerdings nach Niederlagen gegen Wacker Burghausen (1:3) und Kickers Offenbach (3:4) vorzeitig ausschieden. Sebastian Huber steuerte immerhin einen Treffer bei.

Als Spieler war er zuletzt im Juli 2005 in Weißenburg zu sehen. Dort trat er mit den Amateuren des 1. FC Nürnberg zu einem Freundschaftsspiel an der Jahnstraße an. Hierbei hätte Huber natürlich allzu gern ein Tor geschossen, doch am Ende stand ein für den TSV 1860 sehr beachtliches 0:0-Unentschieden.