BFV trauert um Hermann Vogel

Entnommen aus: Eichstätter Kurier vom Fr/Sa/So 30.04./01./02.05.04


Schwabach (EK) Der Bayerische Fußball-Verband trauert um seinen Vizepräsidenten Hermann Vogel: Auf dem Weg zu einer Veranstaltung in Neumarkt erlitt der Schwabacher am Mittwochmittag einen schweren Herzinfarkt. Die Ärzte im Neumarkter Klinikum konnten nur noch seinen Tod feststellen.

Erst vor wenigen Wochen hatte Vogel bei bester Gesundheit seinen 70. Geburtstag gefeiert. Umso größer ist die Bestürzung über seinen plötzlichen Tod im BFV-Präsidium sowie bei den Funktionären und Vereinen in Mittelfranken, wo Hermann Vogel in den vergangenen beiden Jahrzehnten als Bezirksvorsitzender amtierte.

Zwei Drittel seines Lebens widmete Hermann Vogel dem Fußballsport. Seine Funktionärslaufbahn begann er nach einer erfolgreichen Schiedsrichterkarriere und einer 20-jährigen Jugendleitertätigkeit bei seinem Heimatverein TV 48 Schwabach ebenfalls im Jugendbereich. Acht Jahren als Kreisjugendleiter im damaligen Kreis Schwabach folgten zwölf Jahre als Bezirksspielleiter, ehe er 1984 den Vorsitz im Bezirk übernahm. Im März 1987 wurde er sogar ins Amt eines BFV-Vizepräsidenten gewählt.

Für seine Verdienste um den Fußballsport wurde Hermann Vogel unter anderem mit der Verbandsehrennadel in Gold, der DFB-Verdienstnadel, dem goldenen Jugend-Verbandsehrenzeichen und dem goldenen Schiedsrichter-Ehrenzeichen geehrt. Für sein soziales Engagement - als Kreisvorsitzender baute er die Arbeiterwohlfahrt Roth-Schwabach in den vergangenen 25 Jahren maßgeblich aus kleinsten Anfängen zu einer kräftigen Organisation auf - bekam er das Bundesverdienstkreuz und das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten überreicht. Doch sein großer Wunsch, die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland mitzuerleben, erfüllte sich nicht.