Markus Steinhöfer ist Deutscher Fußballmeister der A-Junioren

Hoeneß attestierte "sehr gute Leistung" - Für den 18jährigen Weißenburger war der Titelgewinn mit Bayern München der bislang größte Erfolg

Entnommen aus: Weißenburger Tagblatt vom 30.06.2004 von Uwe Mühling

WEISSENBURG - "Das war mein bislang schönstes und erfolgreichstes Jahr als Fußballer", schwärmt Markus Steinhöfer. Die Krönung war für den 18-jährigen Weißenburger der Gewinn der Deutschen Meisterschaft mit den A-Junioren des FC Bayern München.

Wie bereits kurz berichtet, hat sich die U19 des Deutschen Rekordmeisters im Finale verdient mit 3:0 gegen den VfL Bochum durchgesetzt. Zu den Leistungsträgern zählte bei dem Sieg einmal mehr auch Markus Steinhöfer, der den zweiten Treffer durch Torjäger Borut Semler mustergültig vorbereitete. "Deutscher Meister zu werden, war für mich bisher das Größte", freut sich das Bayern-Talent. Kein Wunder also, dass Steinhöfer zusammen mit seinen Teamkollegen zuerst beim Italiener, dann im Biergarten und schließlich im Cocktail-Haus in Schwabing kräftig feierte.

Für Markus war der Sieg vor 3500 Zuchauern im Unterhachinger Sportpark nicht nur der bislang größte Erfolg seiner Laufbahn, sondern auch der perfekte Abschluss einer tollen Saison: Bei den Bayern-Amateuren unter Trainer Hermann Gerland hatte er in der Rückrunde bereits regelmäßige Einsätze und wurde mit diesem Team Meister der Regionalliga Süd. Einmal durfte er sogar bei einem Freundschaftsspiel der Profis in Ungarn mitmischen.

Der Schwerpunkt galt freilich noch den A-Junioren, wo der U18-Nationalspieler maßgeblichen Anteil am Gewinn der Meisterschaft in der Bundesliga Süd/Südwest hatte. Die Mannschaft von Trainer Kurt Niedermayer qualifizierte sich dadurch für das Halbfinale gegen Hannover 96. Hier setzte sich die Münchner U19 ebenso durch wie im Finale gegen Bochum.

Markus Steinhöfer, der als 86er-Jahrgang noch ein weiteres Jahr bei den A-Junioren spielen kann, zeigte in diesem Match - wie schon so oft in dieser Saison - eine starke Leistung und erhielt viel Beifall, als er in der 83. Minute ausgewechselt wurde. Unter den Zuschauern waren nicht nur Steinhöfers Familie und etliche Fußball-Interessierte aus dem Weißenburger Raum, sondern auch die Bundesligatrainer Felix Magath und Peter Neururer, die EM-Teilnehmer Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger, Bayern-Manager Uli Hoeneß sowie Vereinschef Karl-Heinz Rummenigge. Hoeneß lobte nicht nur das "Top-Niveau" des Finales, sondern gratulierte nach dem Schlusspfiff auch jedem einzelnen Spieler - so auch Markus Steinhöfer, dem der Bayern-Macher eine "sehr gute Leistung" attestierte.

Für den jungen Weißenburger, der beim DSC Weißenburg angefangen hat und über den TSV Roth sowie den 1. FC Nürnberg vor zwei Jahren zu den Bayern kam, bleibt nicht viel Zeit zum Verschnaufen. Nach den ausgiebigen Meisterschafts-Feierlichkeiten fuhr er am Montag erst einmal nach Hause und wurde von Mutter Petra, Vater Erwin, Schwester Antonia und Freundin Julia mit einem gemütlichen Kaffeekränzchen und einer leckeren Torte (Aufschrift: "Deutscher Meister 2004") empfangen. Zu Hause will er ein paar Tage ausspannen und nach einer langen Saison "ganz bestimmt keinen Sport treiben". Nächste Woche geht es dann schon wieder ins Trainingslager mit den Bayern-Amateuren. Eine sehr kurze Sommerpause also, doch Markus nimmt's gelassen: "Da muss man durch, wenn man Profi werden will."

Fürs Erste hat Markus Steinhöfer beim FCB einen Amateurvertrag auf drei Jahre unterzeichnet und wird demnächst vom Bayern-Jugendhaus in eine eigene Wohnung in München umziehen. Parallel zum Engagement im Verein will er sich in in der kommenden Saison auch in der U19-Nationalelf etablieren. Hier hofft er ab Herbst für Deutschland in der EM-Qualifikation zum Einsatz zu kommen.



Lesen Sie hier einen weiteren Bericht über Markus Steinhöfer:
Debüt bei den Bayern-Profis: Der Weißenburger spielte jetzt mit Ballack und Co. in Ungarn (20./21.05.2004, Weißenburger Tagblatt)

Gemeinsames Traumziel: Fußballprofi werden (23.02.2004, Weißenburger Tagblatt)