X:0 für Alesheim

18 Monate Platzverbot für "Faustschläger"

Entnommen aus: Altmühlbote vom Mo 22.09.03


GUNZENHAUSEN (hl) - Mit X:0 für Alesheim hat das Kreis-Sportgericht Nürnberg III das am 10. August beim Stande von 2:0 abgebrochene Auftaktspiel der Kreisklasse Jura Mitte gegen den SC Stirn gewertet und dessen Vorsitzende/n Reinhold Schwarz mit einer Geldstrafe von 50 Euro belegt. Noch härter traf es Zuschauer Hans G., der 150 Euro zahlen muss und dem für 18 Monate Platzverbot erteilt wurde, für dessen Einhaltung sein Verein SC Stirn zuständig ist.

Die Beweisaufnahme anlässlich der mündlichen Verhandlungen hat folgenden Sachverhalt ergeben: Nachdem der Schiedsrichter kurz vor Ende der ersten Halbzeit Elfmeter gepfiffen (und Alesheim diesen zum 2:0 verwandelt) hatte, waren etliche Zu-schauer des SC Stirn mit dieser Entscheidung nicht einverstanden. Nach dem Halbzeitpfiff, auf dem Weg zur Kabine, stellte sich dem Schiedsrichter - wie sich später herausstellte - Reinhold Schwarz in den Weg und beleidigte diesen. Daraufhin schob der Schiedsrichter den SCS-Vorsitzenden zur Seite und wollte seinen Weg fortsetzen. Reinhold Schwarz gab jedoch keine Ruhe, so dass es zu einem erneuten Körperkontakt kam. Im selben Augenblick erhielt der Schiedsrichter von Hans G. einen Faustschlag ins Gesicht. Der Ordnungsdienst des SV Alesheim brachten anschließend den Schiedsrichter sicher in die Kabine, wo beide Spielerführer die Mitteilung erhielten, dass das Spiel abgebrochen sei.

Laut Urteilsbegründung war der Spielabbruch durch den Schiedsrichter korrekt, nachdem dieser durch eine Tätlichkeit eines Stirner Zuschauers verursacht worden sei. Abschließend stellte das Kreissportgericht Nürnberg III noch fest, dass es bei einem sportlichen Verhalten des SC-Vorsitzenden Reinhold Schwarz in der Halbzeitpause sicher nicht zu diesem unerfreulichen Ereignis gekommen wäre.