DJK Raitenbuch - Jahreshauptversammlung 2004

Die Vorstandschaft v. l. n. r.: Claus Frei (Kassier), Martin Schraufstetter, Thomas Ernst, Norbert Dengler (alle Beisitzer), Rolf Naumann (2. Vorstand), Pfarrer Josef Lang (geistlicher Beirat) und 1. Vorstand Günther Schneider - nicht auf dem Bild sind: Beate Kammerbauer (Schriftführerin) und Gottfried Riedl (Beisitzer)


RAITENBUCH - Der 43jährige Günther Schneider ist neuer Vorsitzender der DJK Raitenbuch. Er löst Josef Dengler ab, der zuvor 12 Jahre an der Spitze des Vereins gestanden ist. Schneider erhielt bei der Wahl von der überaus gut besuchten Jahreshauptversammlung ein eindeutiges Vertrauensvotum. (Lesen Sie auch den Bericht: Die DJK Raitenbuch hat einen neuen 1. Vorsitzenden)

Bei der Begrüßung zeigte sich Dengler sehr erfreut, dass 91 von 749 Mitgliedern den Weg ins Gasthaus Adler gefunden hatten. Darunter begrüßte er ganz besonders seine Amtsvorgänger Eberhard Schmid und Andreas Ernst, das Ehrenmitglied Willi Meyer sowie den geistlichen Beirat Pfarrer Josef Lang.

Nachdem 2. Vorstand Rolf Naumann das Protokoll der letzten Hauptversammlung für die verhinderte Schriftführerin Beate Kammerbauer verlesen hatte, wurde in einer Schweigeminute der verstorbenen Mitglieder gedacht. Die Berichte der Spartenleiter sowie die wesentlichen Ereignisse des vergangen Jahres lagen erneut in schriftlicher Form vor. Dengler nutzte deshalb die Gelegenheit um in einem Rückblick auf markante Ereignisse, herausragende Maßnahmen und bemerkenswerte Mitglieder seiner Amtszeit hinzuweisen. Quasi als Vermächtnis erläuterte er den Mitgliedern die Prinzipien seiner Amtszeit, die seiner Meinung nach für den Erfolg des Vereins und für die Einbindung der DJK in das gesellschaftliche und kirchliche Leben der Gemeinde stehen. So habe sich der Verein nicht der geplanten Jura-Jugendfördergemeinschaft angeschlossen, weil den Sportlern gemeinsam mit dem SV Burgsalach die Möglichkeit zum "Sport vor Ort" geboten werden müsse. Andererseits werde keinem Fußballer ein Stein in den Weg gelegt, der sich einem anderen Verein anschließen wolle. Im Gegenzug bezahle der Verein für keine Fußballer irgendwelche "Ablösesummen" in Form von so genannten "Ausbildungsentschädigungen". Es sei - nach Meinung der bisherigen Vorstandschaft - nicht vertretbar, die im ehrenamtlichen Engagement erwirtschafteten Mittel auf diese Weise auszugeben. Dies gelte vor allem auch deshalb, weil kein Sportler, Übungsleiter oder Funktionär vom Verein eine Zuwendung erhalte. Im Übrigen verwalte sich der Verein - dank kompetenter Leute in der Vorstandschaft - vollkommen selbst, so dass keinerlei Ausgaben für Berater oder Dienstleistungen und im Wesentlichen auch nicht für Handwerker anfallen. So habe es als Beispiel der Verein mit einer Intervention beim Bundesfinanzminister Eichel wegen einer undurchführbaren steuerlichen Bestimmung geschafft, dass von dem daraufhin geänderten Erlass bundesweit alle gemeinnützigen Vereine profitieren. Weiterhin betreibe der Verein in Form seiner Homepage eine aktive Öffentlichkeitsarbeit, die dazu geführt habe, dass die DJK Raitenbuch bei jedem Fußballverein im Kreis Jura bekannt sei. Rund 7.000 monatliche Aufrufe der Internetadresse www.djk-raitenbuch.de (aus 63 Ländern) seien dafür schlagender Beweis. Schließlich dankte Dengler seinen Weggefährten in der Vorstandschaft, die oft hart miteinander diskutiert hätten, hinterher aber stets die Entscheidungen gemeinsam getragen haben. Ohne das Engagement dieser Leute und ohne die Hilfe seiner Söhne hätte er den Verein nicht in dieser Form und nicht so lange führen können.

Kassier Claus Frei verschonte die Versammlung von langen Zahlenkolonnen und gab einen kurzen, aber prägnanten Bericht über die finanzielle Lage des Vereins. So konnte er das Jahr mit einem beträchtlichen Plus abschließen, obwohl die Erweiterung und Sanierung des Sportplatzes im letzten Jahr mit enormen Ausgaben verbunden war. Die Kassenprüfer Andreas Streb und Joachim Wegerer bescheinigten ihm eine einwandfreie Kassenführung, so dass Frei von der Versammlung einstimmig entlastet wurde.

Die mit Spannung erwartete Neuwahl ging unter der Leitung des Wahlausschusses mit Andreas Ernst, Eberhard Schmid und Willi Meyer relativ ruhig und zügig über die Bühne. Vor allem die Besetzung des 1. Vorstandes bereitete der Vorstandschaft in den letzten Tagen großes Kopfzerbrechen. Dengler kandidierte nicht mehr, da ihm Beruf und Bürgermeisteramt keine andere Wahl ließen. Er präsentierte jedoch mit Günther Schneider den Wunschkandidaten der Vorstandschaft, der dann auch einstimmig von der Versammlung gewählt wurde. Schneider ist im Verein als Tennisspieler aktiv, nachdem er in der Jugend bei der DJK Eichstätt Fußball gespielt hatte und nach wie vor Mitglied im Boxclub Eichstätt ist. Beruflich ist Schneider als Pflegedienstleiter im Seniorenheim Anlautertal in Titting tätig. Stellvertretender Vorsitzender Rolf Naumann, Schriftführerin Beate Kammerbauer, Kassier Claus Frei und Beisitzer Norbert Dengler wurden von der Versammlung ebenfalls einstimmig in ihren Ämtern bestätigt und stehen für die Kontinuität des Vereins. Als weitere drei Beisitzer wurden Martin Schraufstetter, Thomas Ernst und Gottfried Riedl gewählt.

Für 25jährige Mitgliedschaft erhielten Roland Schmidtner und Dieter Wittmann eine Urkunde und die DJK-Treuenadel in Silber. "Immer wird beklagt, dass sich nur wenige Mitglieder am Vereinsleben beteiligen", so Dengler. Deswegen nahm er zum Ende seiner Amtszeit überraschend eine außergewöhnliche Ehrung vor und zeichnete zusammen mit dem alten und neuen Stellvertreter Rolf Naumann diejenigen Mitglieder aus, die in den vergangen zwölf Jahren stets an den Versammlungen teilnahmen. Dies waren: Josef Dengler, Martin Dengler, Albert Heckl, Max Kreipp, Pfarrer Josef Lang und Herbert Streb. Nur einmal haben gefehlt: Max Bayer, Norbert Dengler, Karl Gerner, Helga Harrer, Herbert Heindl, Karl Helneder, Richard Helneder, Hans-Jürgen Henneck, Helmut Kammerbauer, Josef Lang jun., Eberhard Schmid, Bernhard Schmidt und Johann Stark. Zehnmal nahmen teil: Josef Bayer, Franz Ferstl, Herbert Niefnecker, Franz Schmidt, Martin Schraufstetter, Wolfgang Schraufstetter, Georg Schreiner sen. und Joachim Wegerer. Alle erhielten ein Badetuch mit dem DJK-Logo.

Als letzte Amtshandlung verabschiedete Dengler seine langen Weggefährten Franz Ferstl und Johann Stark, die sich nach zwölf bzw. acht Jahren als Beisitzer, zusammen mit Gote Baumgärtner (4 Jahre) nicht mehr zur Wiederwahl stellten. Sie erhielten als Dank und Anerkennung für ihr Engagement und ihren Einsatz ein kleines Präsent. Auf dem Foto sind v. l. n. r.: Josef Dengler, Hans Stark, Franz Ferstl, der neue und alte 2. Vorstand Rolf Naumann, Pfarrer Josef Lang und der neue 1. Vorsitzende Günther Schneider

Unter dem Punkt "Wünsche und Anträge" erkundigte sich Volleyball-Leiterin Monika Mayer nach dem Stand des Beachvolleyball-Platzes. Dengler erklärte, dass hierzu schon Gespräche mit verschiedenen Leuten, Vorüberlegungen und Vorarbeiten stattgefunden haben. "Die Verwirklichung ist jetzt gleich eine Aufgabe für die neu gewählte Vorstandschaft", so Dengler weiter. Platzwart Rudi Wenzel ergänzte in diesem Zusammenhang, dass eine Fläche neben dem Tennisplatz vorgesehen sei.

Richard Bürkl forderte erneut den Kauf eines Spindelmähers, um den Platzwart bei seiner umfangreichen Tätigkeit zu entlasten und Unterhaltskosten zu sparen. Die neue Vorstandschaft wird sich mit diesem Thema ebenfalls befassen müssen.

Günther Schneider freute sich zum Schluss über das in ihn gesetzte Vertrauen und kündigte an, dass er niemanden enttäuschen werde. Rolf Naumann und Hans Stark würdigten im Namen der Vorstandschaft die Verdienste seines Vorgängers. Naumann dankte Dengler für das insgesamt 14jährige Engagement für die DJK, listete eine Reihe von Maßnahmen auf, die mit seinem Namen verbunden sind und hob hervor, dass trotz Dreifachbelastung in Beruf, als Bürgermeister und als Vorstand, keine Tätigkeit vernachlässigt wurde. "Nach 14 Jahren in der Vorstandschaft ist es höchste Zeit, endlich einmal zu entspannen", so Naumann in seiner Rede und überreichte Dengler einen Gutschein für ein Wellness-Wochenende.