Bieswanger Spieler "niedergestreckt"

Spiel gegen DJK Workerszell stand kurz vor Spielabbruch

Entnommen aus: www.sportfreunde.bieswang.de


Vorweggenommen: Es war kein normales Kreisklassenspiel. Bieswang tat sich, ebenso wie die Gäste, in der ersten Hälfte schwer. Richtige Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Im SF-Offensivbereich merkte man vielleicht auch das Fehlen von Torjäger Bernd Gronauer (Urlaub). Werner Rachinger I und II versuchten sich mit Fernschüssen, Olli Ruppert entschärfte zwei Situationen der Gäste.

Nach dem Wechsel erwischte Workerszell einen wirklich guten Start. Das Duo Thomas Eder/Andreas Kössler besorgte in der 50. und 57. Minute eine schnelle 2 : 0 – Führung, wobei zuerst Kössler für Eder, dann Eder für Kössler auflegte.

Bieswang spielte nicht konsequent das, was man kann. Die DJK dagegen tankte sich immer wieder durch und hätte auch die Führung ausbauen können. In den letzten 20 Minuten witterte Bieswang Morgenluft, die Gäste bauten ab. Christian Löffler nahm sich aus 20 Meter ein Herz und schoss genau in den oberen rechten Torwinkel (2 : 1, 74.). Nach weiteren SF-Chancen war es dann in der 90. Minute endlich soweit. Werner Rachinger I spielte seinen Gegenspieler aus und schoss mit einem trockenen Schuss ins kurze Eck den vielumjubelten Ausgleich. In der Nachspielzeit wäre sogar noch der Siegtreffer möglich gewesen.

Nun zu den Vorkommnissen, welche mit Fußball nichts zu tun haben: Nach gut einer Stunde kam es auf dem Spielfeld zu tumultartigen Szenen, als nach einer üblichen Rangelei vor dem Workerszeller Zuschauerblock unweit der Außenlinie plötzlich ein ausgewechselter DJK-Akteur auf das Spielfeld rannte und Andreas Renner auf den Kopf bzw. das Auge schlug. Renner konnte das Spiel nicht mehr fortsetzen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Beim Handgemenge von ca. 25-30 Beteiligten ging es kurzzeitig heiß her. Erinnerungen an Eishockey-Szenen wurden wach. Der Schiedsrichter hatte maßgeblichen Anteil am Geschehen. Zu keiner Zeit des Spiels war er Herr der Lage und völlig überfordert. Die Polizei nahm nach dem Spiel die Ermittlungen auf. Ob die Angelegenheit vor dem Sport- und/oder dem Zivilgericht Folgen hat, ist noch offen.