Eichstätter Raiffeisenpokal 2003

VfB Eichstätt holt Raiffeisenpokal - 5:3-Finalsieg nach Elfmeterschießen gegen Kreisklassisten aus Obereichstätt
von Hans Kirschner, Eichstätter Kurier

Kaldorf (kih) Der Raiffeisenpokalsieger 2003 heißt VfB Eichstätt. Im Finalturnier, das in Kaldorf ausgetragen wurde, setzte sich der Fußball-Bezirksligist mit 5:3 (3:3) nach Elfmeterschießen gegen den Jura-Kreisklassisten FV Obereichstätt durch. Die Spielzeit in allen Spielen betrug 2 á 30 Minuten.

1. Halbfinale: FV Obereichstätt - DJK Workerszell 6:2 (1:0): Zwischen den beiden Jura-Kreisklassisten entwickelte sich ein flottes und abwechlungsreiches Spiel mit leichten Vorteilen für die DJK Workerszell in der Anfangsphase. In der 28. Minute fiel die überraschende Führung für den FV durch Spielmacher Michael Schmidt, der einen Freistoß direkt verwandelte. Nach dem Seitenwechsel hatte die DJK Workerszell die große Chance zum Ausgleich, als der FV-Keeper einen Schuss nicht festhalten konnte und ein DJK-Angreifer im Nachschuss aus kurzer Distanz an glänzend reagierenden FV-Torhüter scheiterte. Auf der Gegenseite konnte FV-Angreifer Tobias Heindl nur durch ein Foulspiel im Strafraum gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte der gefoulte Spieler sicher zur 2:0-Führung. Es kam nochmals Spannung auf, als der DJK durch Tobias Eichiner mit einen 30-Meter-Schuss der Anschlusstreffer gelang. Doch im Gegenzug stellte FV-Stürmer Andreas Haugg den alten Abstand wieder her, als er den DJK-Keeper aus kurzer Entfernung mit einem überlegten Schuss ins kurze Eck zum 3:1 überwinden konnte. Wenige Minuten später war es erneut Haugg, der von der DJK-Abwehr nicht zu stoppen war und aus 18 Metern das vorentscheidende 4:1 (44. Minute) markierte. Doch die DJK gab sich noch nicht geschlagen, und Alexander Kößler verkürzte mit einen 20-Meter-Schuss auf 2:4. Schmidt stellte dann mit seinen beiden Toren (Kopfball, abgefälschter Freistoß) den Endstand her.

2. Halbfinale: DJK Kaldorf - VfB Eichstätt 3:5 (1:1, 0:0) nach Elfmeterschießen: Die Domstädter traten mit einer verstärkten Reseveremannschaft an, da die "Erste" am Vortag ihr erstes Pflichtspiel absolvieren musste. Beide Mannschaften spielten aus einer verstärkten Abwehr heraus, so dass sich nur wenige Strafraumszenen ergaben. Es entwickelte sich ein sehr zerfahrenes und niveauarmes Spiel. Zu Beginn der zweiten Hälfte konnte sich DJK-Nachwuchsspieler Josef Weiß auf der linken Seite durchsetzen, doch sein Schuss strich knapp am VfB-Gehäuse vorbei. Auf der anderen Seite konnte DJK-Keeper Willi Nieberle gerade noch einen platzierten Schuss eines VfB-Angreifers zur Ecke abwehren. Der anschließende Eckball führte zum 1:0 für den VfB. Die DJK-Abwehr ging nicht konsequent zum Ball, und Philipp Schneemeyer konnte per Kopf die Führung erzielen. Die Gastgeber versuchten danach mit engagiertem Spiel und verstärkter Offensive den Ausgleich zu erzielen. Die Chance dazu bot sich Dominik Jung in der 45. Minute, als er nach einer zu kurzen Abwehr des VfB aus 15 Meter frei zum Schuss kam, aber den Ball nicht richtig traf und der Gästekeeper halten konnte. Doch die Anstrengungen der DJK wurden belohnt. Nach einem Eckball von Martin Kirschner war Christian Scholz zur Stelle und köpfte in der 56. Minute zum 1:1-Endstand ein. Im anschließenden Elfmeterschießen hatten die VfB-Spieler die besseren Nerven und gewannen mit 5:3.

Endspiel: FV Obereichstätt - VfB Eichstätt 3:5 (3:3, 1:2) nach Elfmeterschießen: Die erste Hälfte stand ganz im Zeichen des VfB, obwohl der FV die erste gute Chance durch Haugg hatte, der nur den Pfosten traf. In der elften Minute wurde der flinke VfB-Angreifer Richard Prüller im Obereichstätter Strafraum von den Beinen geholt. Den Elfmeter verwandelte Bernd Gastl. Nach einer zu kurzen Kopfballabwehr der FV-Verteidigung nach einem Eckball bescherte dem VfB durch Alexander Halbig, der aus 16 Metern überlegt ins rechte Toreck traf, die 2:0-Führung. Vor dem Seitenwechsel gelang dem FV noch das Anschlusstor. Johannes Kammerbauer konnte sich auf der linken Seite durchsetzen, und sein Schuss ins lange Eck war für den VfB-Keeper nicht zu halten. Zu Beginn der zweiten Hälfte drängten die Obereichstätter auf den Ausgleich. FV-Mittelstürmer Heindl nutzte die erste Möglichkeit und traf nach einer Ecke mit dem Kopf. Nun kam die stärkste Zeit der Obereichstätter, die prompt in Führung gingen. Nach einer Hereingabe überwand Johannes Kammerbauer mit einem gefühlvollen Heber den VfB-Schlussmann. Die endgültige Entscheidung hatte Schmidt auf dem Fuß, der mit einem Alleingang die Abseitsfalle des VfB ausschaltete, doch sein Heber ging übers Tor. Bernd Gastl war es schließlich, der nach einem Solo und einem Schuss in die lange Ecke das 3:3 erzielte. So musste wiederum das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Auch diesmal hatten die VfB-Spieler das nötige Glück und die besseren Nerven, um sich durchzusetzen und den sechsten Pokalsieg feiern zu können.